Samstag, 9. Mai 2015

Zitatgeschichten 3. Teil

Hey Leute,

wie ihr ja schon wisst, bin ich Mitglied in dieser Zitategruppe. In letzter Zeit habe ich es etwas schleifen lassen, deshalb kommt hier jetzt der dritte Teil. Es ist aber der aktuelle Beitrag! Es geht weiter mit der Geschichte von letztem Mal. 
Ich habe nur sehr wenige Zitate einbauen können. Da ich es sonst nicht mehr pünktlich geschafft hätte. Außerdem bin ich müde. Hoffe es gefällt euch trotzdem.

Kuss und Gruß '♥

Folgende Zitate habe ich diesmal verwendet:

1 "Ich seh Sie!" (aus den Film "Das fliegende Auge")

2 "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig Fragen." - Johann Wolfagng Goethe

3 "Eins, zwei oder drei. Letzte Chance vorbei!" (Michael Schanze in der ZDF-Spielshow "1,2 oder 3")

4 "Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich." - Hermann Hesse

5 "Sie kommen durch mich an Sie heran." (Robert Redford in "Sneakers - Die Lautlosen")

6 Alle unsere Träume können sich erfüllen - wenn wir den Mut haben ihnen zu folgen. - Walt Disney

7 Andreas Krämer "Ich wusste nicht, dass ich geflogen bin" "Geflogen nicht aber den Mantel hat man Ihnen bereits gereicht", "Doch mit dem Trumpf denen ich Ihnen zustecke, sind Sie wieder im Spiel!", "Sie haben die Schablone", "Exakt, clever die Kleine" (Dialog zwischen Hadden und Elli in "Contact" aus dem Jahr 1997)

8  "Sehe ich wie ein Mörder aus?" aus Sakrileg - The Da Vinci Code von Dan Brown

9 Nur das Meer kennt dein Geheimnis! - Der Sommer, in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke

10 Der Mut bestand darin, weiterzumachen, egal was geschah - Panic ~ Lauren Oliver

11  "Wer immer tut,was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Henry Ford (1863 - 1947)

12 Das Glück ist blind (Fabienne Siegmund "Sommerkuss")
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Das schöne Kind


Das Pferd war sehr schwarz und sehr groß und es schien mitten aus dem Nichts zu kommen. Marin befand sich mitten auf dem Weg und konnte sich nicht erklären, wie sie hier her gekommen war. Und sich zu rühren war ihr auch nicht möglich.
Der Schock stand ihr ins Gesicht geschrieben, als das Pferd stieg und die Hufen direkt über ihr durch die Luft sausten. Erdbröckchen fielen auf sie hinab.
„Hoooo!“, rief eine tiefe Stimme beruhigend und dann kam das Pferd direkt neben Marin zum Stehen. Sand spritzte auf, als sich die Hufen hineinbohrten.  Dann sprang ein Mann vom Rücken dieses monströsen Tieres und ging neben dem jungen Mädchen in die Hocke. Er hatte sehr blaue Augen und ein gütiges Gesicht. Auf seinem Kopf prangte eine Krone. Er musste ein König sein.
„Wer seid ihr, schönes Kind? Und warum sitzt ihr hier auf diesem kalten Boden?“
„Ich seh‘ sie!“, rief Marin komplett zusammenhanglos und erstach den Mann beinahe mit ihrem Zeigefinger, als sie auf ihn deutete, um ihre Worte zu unterstreichen. Er sah sie ein bisschen verwirrt an. Sie war ein hübsches Mädchen von vielleicht 19 Jahren und ihre Haut war so blass wie Porzellan. Das Gesicht, wohl proportioniert und mit weichen Kanten, sowie mit vollen Lippen und großen Augen ausgestattet, wurde umrahmt von türkisfarbenem Haar, welches sich lockig über ihre Schultern gelegt hatte und sich sanft an ihren Körper schmiegte.
„Habt Ihr einen Namen?“
„Bestimmt“, sagte sie. Ihm fiel auf, dass sie eine sehr schöne Stimme hatte. Melodisch. Mit dieser Antwort hatte er allerdings nicht gerechnet.
„Oh und … werdet Ihr ihn mir verraten?“, gab er also verdutzt zurück.
„Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen“, sagte sie lächelnd. „Mein Name ist Aquamarin.“
„Wie … ungewöhnlich. Hübsch, das wohl. Aber ungewöhnlich.“ Er nickte ein paar Mal, wie zu sich selbst. „Und sagt: Aus welchem Geschlecht stammt Ihr?“ Marin dachte eine Weile über diese Frage nach. Eigentlich … wusste sie es nicht. Sie wusste überhaupt wenig – von ihrem Namen mal abgesehen.
„Wenn ich’s wüsst‘ – Ihr wärt der Erste, der’s erfährt!“
„Gut, dann … kannst du aufstehen?“ Im Kopf des Königs begann eine Idee zu keimen. Seit Monaten suchte er nach einer Frau für den Prinzen. Aber obwohl die Thronanwärterinnen ihm die Tür einrannten, gab sein Sohn sich mit keiner zufrieden. Zu braungebrannt, zu hell, zu groß, zu klein … irgendetwas sagte dem König jedoch, dass ihm dieses Mädchen gefallen würde.
„Ich weiß nicht!“, sagte sie und er zuckte kurz zusammen. Hatte er etwa laut gedacht? „Ich will es aber wohl versuchen.“ Als sie diesen Satz hintenan fügte, war der Mann erleichtert. Sie hatte nur auf seine Frage geantwortet und ahnte nichts von seinen Plänen. Er bot ihr die Hand und wollte ihr auf die Füße helfen, doch ihre Beine knickten ein.
Der König konnte nicht wissen, dass Marin eine Nixe war, die ohne Wasser und durch die Hilfe eines Zaubertrankes zwar Beine anstatt der wunderschönen Flosse hatte, aber nicht damit gehen konnte. Ihre Füße waren zu zart.
„Ich schein‘ es nicht zu können“, lachte sie. „Was soll ich nun machen?“
„Wenn es euch beliebt, so nehme ich euch mit auf mein Schloss. Wir werden schon herausfinden was euch zur Gesundheit fehlt. Wir geben euch Gemach und Speis‘ solange Ihr eure Erinnerung noch nicht zurück habt.“ Ihre großen Augen musterten ihn eine Weile. Das Angebot war sehr großzügig und sie fragte sich, was wohl der Grund dafür sein mochte.
„Eins, zwei oder drei! Letzte Chance vorbei!“ Der König lächelte und sie tat es ihm nach.
„Nun, die Wahl habe ich dann wohl nicht mehr. Ich nehm‘ es an, das nette Angebot. Ich habe wohl großes Glück euch getroffen zu haben.“

„Was bedeutet Euch das Glück, schönes Kind?“ Sie überlegte eine Weile, während der König sie auf sein Pferd hob.
„Glück ist … Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann ist glücklich.“ Diese Antwort freute den König sehr, aber er ließ es sich nicht anmerken. Der Prinz hatte ihn neulich gefragt, wie er denn jemals eine Frau finden solle, wenn alle Anwärterinnen es nicht wert seien. Jetzt hatte er endlich die Antwort, die er damals nicht geben konnte.
„Sie kommen durch mich an sie heran, mein Sohn!“, dachte er.
„Eine sehr schöne Antwort“, sagte er. „Alle unsere Träume können sich erfüllen, wisst Ihr? Wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“

Am Morgen erwachte Marin in einem riesigen, sehr weichen Federbett. Sie schlug die Decke zurück, ließ sich in den Rollstuhl fallen, den man ihr gegeben hatte und rollte zum Fenster, um die Vorhänge aufzuziehen.
„Ich wusste nicht, dass ich geflogen bin“, murmelte sie.
„Nun ja, geflogen nicht, aber den Mantel hat man Ihnen bereits gereicht.“ Erschrocken drehte sie sich um. Auf dem Sessel saß ein klug wirkender, hübscher Mann. Ein bisschen sah er aus wie ein Butler.
„Das ist egal, für den Moment. Ich werde Ihnen helfen. Mit dem Trumpf, den ich ihnen reiche, sind sie wieder im Spiel.“
„Sie … haben die Schablone?“
„Wie meinen?“
„Ach, nichts.“ Für einen kurzen Moment hatte Marin sich erinnert. Bruchstückhaft. Jetzt war es wieder weg. So etwas hatte sie neulich schon einmal gehabt. Da war der Satz gewesen: Exakt, clever die Kleine. Sie konnte es einfach nicht in Einklang bringen.
„Nun, wie ist euer Trumpf?“
„Der Prinz fand es nicht so schlimm wie der König. Und weil es hierbei um den Thronfolger geht, werdet Ihr bleiben dürfen.“ Langsam kam die Erinnerung an das was gestern passiert war zurück. Sie hatte sich sehr über den Fisch in der Suppe geärgert – warum konnte sie nicht erklären, aber es schien ihr unmöglich ein Tier des Meeres zu essen.
„Seh‘ ich wie ein Mörder aus?“ Der König hatte es als persönlichen Angriff aufgefasst, dass sie den Fisch nicht wollte und so war es eskaliert. Das Mädchen stand jetzt mit dem Rücken zum Fenster. Als sie jedoch die Stimme vernahm, drehte sie sich blitzschnell wieder um und schloss die Fensterläden. Ihr war, als wäre ihr eine Brise um den Körper geweht und geflüstert hatte sie: „Nur das Meer kennt dein Geheimnis!“
Aquamarin beschloss zum Frühstück zu gehen. Der Mut bestand schließlich darin, weiterzumachen egal was geschah.
„Sicher, dass Ihr nicht warten wollt, bis man euch abholt?“
„Wer immer das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“, sagte sie und rollte in Richtung Tür. „Nein, ich habe lange genug gewartet. Was ich angerichtet habe, muss ich selbst geradebiegen.“

„Marin, liebste Marin!“, sagte die Königin voller Sanftmut, als das Mädchen in den Saal rollte. Der Prinz betrachtete sie.
„Mein Glück!“, lächelte er, als er vor ihr auf die Knie ging und ihre Hand nahm.
„Das Glück ist blind!“, sagte Marin abfällig. Es war nicht so, dass sie etwas gegen den Prinzen hatte. Aber in ihr war ein Gefühl und das erlaubte ihr nicht, sich zu verlieben. Sie spürte, dass sie sich nach jemandem sehnte, den es vielleicht gar nicht gab.
„Dann hab ich ja Glück, dass meines nur nicht gehen kann.“ Der Prinz nahm es ihre abweisende Art mit Humor. Auch der König grinste, der Ärger schien vergessen.
„Da hast du es, Sohn! Bisher war dir keine gut genug, jetzt ist es andersherum!“ 

Samstag, 11. April 2015

Zitatgeschichten 1. Teil

Hey Leute,

ich mache jetzt bei einer kleinen Gruppe Autoren mit, die Geschichten aus gesammelten Zitaten schreibt. Hier ist mein erstes Projektchen :)
Alle Zitate konnte ich nicht benutzen, heutige Bilanz: 19 von 22
Ich hoffe es gefällt euch.

Folgende Zitate habe ich dafür verwendet:


1 "Ihr kommt recht spät" (Frodo zu Gandalf in Herr der Ringe - Die Gefährten)


2 "Rauf Rauf Rauf immer schön die Treppe rauf!" (Gollum in der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs)

3 "Sprich mit der Hand!" (Arnold Schwarzenegger in Terminator 3)


4 "April, April Jungs. Übung ist das halbe Leben!" (Jürgen Prochnow als "Der Alte" in "Das Boot")


5 “Geliebter Dauphin, wie würdet ihr einen Bäcker nennen, der vom Kuchen schneidet obwohl er noch nicht durchgebacken ist?“ “Nun, ich würde ihn nicht als Bäcker bezeichnen“ “Wie würdest ihr einen König nennen, der von sein Land schneidet während andere versuchen es zu einen? Wie konntet ihr nur ein Friedensvertrag mit Burgund schließen? Lasst mich mit meinen tapferen Soldaten unsere geliebte Hauptstadt Paris befreien“ - (Jeanne D' Arc zu Dauphin Charles IV in “Jeanne D'Arc - Die Frau des Jahrtausends)

6 "Sind sie so etwas wie ein Verrückter?" (Evee in V wie Vendetta)

7 Brothers, what we do in life... echoes in eternity. (Gladiator)

8 "Not yet Kameraden, not yet" (Der Alte in "Das Boot")

9 "Gier ist gut. Gier hat die Menschheit mehr voran gebracht als irgendetwas sonst in der Geschichte" (Gordon Gekko in Wall Street)

10 Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Einstein)

11 And me? I still believe in paradise. But now at least I know it's not some place you can look for. Because it's not where you go. It's how you feel for a moment in your life when you're a part of something. And if you find that moment... It lasts forever. (Richard - The Beach)

 12 "Hör mal, hol mir mal ne Flasche Bier sonst streike ich hier und schreibe nicht weiter" (Gerhard Schröder)

13 "Schreiben Sie´s auf, ich beschäftige mich später damit!", "Ich brauche mehr Details" - (Didi Hallervorden in Didi - Der Doppelgänger)

14 "Bereit?" - "Bereit, wenn du es bist." (Gwen und Gideon in "Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier)

15 "Du bist mutiger als du meinst, stärker als du scheinst und klüger als du denkst." aus Pu der Bär von A.A. Milne

16 "Ich komme wieder!" (Arnold Schwarzenegger in "Terminator)...

17 "Nur ein Ping senden! (Captain Marko Ramius zu seinen ersten Offizier in "Jagd auf roter Oktober")

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Die Versammlung


„Dieses Treffen ist enorm, enorm wichtig.“ Maria schüttelte verdrießlich den Kopf.
„Sagtest du bereits“, antwortete Kane, der neben ihr stand. Die beiden schoben heute Wachdienst, bis alle Mitglieder der Versammlung da waren. Die Zwillinge fehlten, aber das war nichts Neues. Das einzige Problem war: Ohne Vollzähligkeit, keine Versammlung. Als hätten sie Marias Gedanken gehört, schossen sie in diesem Moment um die Ecke. Zwei kleine Jungen in knallgrünem Mantel, mit dem sie scheinbar schon auf die Welt gekommen waren, denn Kane hatte sie noch nie ohne gesehen.
„Ihr kommt recht spät!“ [1] Der Hüne mit dem dunklen Vollbart starrte sie undurchdringlich an, doch die strenge Stille wurde jäh unterbrochen.
„Rauf, rauf, rauf – immer schön die Treppe rauf!“, [2] ertönte Marias gestresster Sing-sang. „Wir wollen anfangen.“
„Sprich mit der Hand!“, [3] riefen die beiden gleichzeitig und streckten jeweils ihre Rechte soweit nach vorne, dass Maria einen Schritt zurückstolperte. Erbost schüttelte sie den Kopf über die Kindereien, ging jedoch nicht darauf ein. Dann drehte sie sich um und folgte den Zwillingen die Treppe hinauf ins Versammlungszimmer.
„Ihr seid zu spät. Wegen euch verschiebt sich alles. Aber keine Sorge, wir haben bereits Ersatz gefunden.“ Tobias, ein gedrungener, sehr weiser Mann und irgendwie Chef der Truppe, fixierte die Zwillinge mit seinem gesunden Auge. Stress mit Maria war eine Sache, aber wenn der Älteste sie tadelte (oder noch schlimmer: Mit Rausschmiss drohte) wurden selbst die Zwillinge blass.
„A-aber wir … wir …“, stammelten sie. Da fing die versammelte Gesellschaft an zu lachen.
„April, april Jungs. Übung ist das halbe Leben!“ [4]
„Das war gemein“, beschwerte sich Tim beleidigt.
„Ja!“, stimmte ihm sein Bruder Tom zu.
„Kommt einfach nicht mehr zu spät, dann passiert sowas nicht.“
„Können wir dann anfangen? Der Abend ist kurz!“ Marin saß in einer mit Wasser gefüllten Schubkarre in der hinteren Ecke des Raumes. Sie war eine Nixe und somit ohne Wasser nicht anzutreffen. Weil ihr Erscheinen aber notwendig war, hatte sie ihren Sea-to-go bei sich, wie sie die Schubkarre liebevoll nannte, immer bei sich.
„Sicher. Erster Punkt der Tagesordnung: Die Hauptstadt.“ Dauphin, ebenfalls Mitglied des Ältestenrates, wies auf ein Mädchen mit Feuerhaaren. „Ignis, bitte vortreten!“
„Ja.“ Das Mädchen lächelte den Ältesten an und hob dann an zu sprechen: „Geliebter Dauphin, wie würdet Ihr einen Bäcker nennen, der vom Kuchen schneidet, obwohl er noch nicht durchgebacken ist?“ [5]
Der Älteste ließ sich etwas Zeit mit der Antwort, dann sagte er: „Nun, ich würde ihn nicht als Bäcker bezeichnen.“ [5]
„Wie würdet Ihr einen König nennen, der von sein Land schneidet, während andere versuchen es zu einen? Wie konntet Ihr nur ein Friedensvertrag mit denen schließen?“ [5]
„Dein Anliegen?“, fragte Dauphin, ohne auf ihren Vorwurf einzugehen.
„Lasst mich mit meinen tapferen Soldaten unsere geliebte Hauptstadt befreien!“ [5] Bei ihren Soldaten handelte es sich um zehn kleine Flämmchen, die hinter ihr auf und ab hüpften.
„Krieg ist keine Lösung!“ Das war Kane, der noch immer bei Maria nahe der Tür stand.
„Sind Sie so etwas wie ein Verrückter?“, [6] wollte Ignis wissen. „Manchmal geht es eben nicht ohne!“
„Brothers, what we do in life … echoes in eternity.“ [7]
„Rasmus, deutsch bitte!“ Auf diese Aussage hin schlug sich der Roboter einmal gegen die Seite seines Kopfes, wo sein Hauptcomputer saß. Hin und wieder hatte dieser einen Wackelkontakt.
„Not yet … Kameraden … not yet!“ [8]
„Nicht gemischt. Deutsch. Wir sind keine wandelnden Wörterbücher.“
„Sorry!“ Noch einmal schlug Rasmus gegen das Blech. „Jetzt sollte es wirklich … it works!“ Dauphin schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn und seufzte.
„Wie auch immer … nein, wir werden keinen Krieg anfangen. Die Hauptstadt ist zu mächtig. Clee sollte das wissen, schließlich kommt er von dort.“ Bei Clemens, von allen nur Clee genannt, handelte es sich um einen Geschäftsmann aus dem Kapitol, der vor ein paar Monaten allerdings zur Widerstandsbewegung übergewechselt hatte.
„Hey, seid nicht so verdammt gierig!“, fuhr Marin in diesem Moment die Zwillinge an, welche sich zum wiederholten Male an den Nüssen bedienten, die in der Tischmitte standen.
„Gier ist gut! Gier hat die Menschheit mehr voran gebracht, als irgend etwas sonst in der Geschichte.“ [9]
„Na, du musst es ja wissen“, brummte Marin. Sie konnte Clee nicht besonders leiden und zweifelte an seinen ehrenhaften Absichten.
„Zwei Dinge sind unendlich!“, bellte Tobias entnervt, „Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht sicher! [10] Hört endlich auf euch anzublaffen!“
„Tut mir leid. Es ist nur einfach … ich weiß nicht mehr weiter. Dieses Land war einst ein Paradies – und jetzt? Sieh uns doch an! Verstecken uns in einem Gasthaus wie Hunde!“
„And me? I still believe in paradise. But now at least I know it's not some place you can look for. Because it's not where you go. It's how you feel for a moment in your life, when you're a part of something. And if you find that moment... it lasts forever.“ [11]
„Danke Rasmus! Für diesen, wiedermal unverständlichen, Einwurf. Wir wissen das zu schätzen!“
„Save your irony, buddy – this is … n-n-n-n-no-o-o-o-n-n-n-n …“
„Jetzt hängt er ganz!“, rief einer der Zwillinge und schlug dem Roboter mit voller Wucht gegen das Blech.
„… not my fault.“
„Hat er keine Spracheinstellungsfunktion? Ist ja nicht auszuhalten!“
„Ich werd mal nachsehen!“ Velderfield, die kleine Maus in Anzug und Krawatte, schlüpfte durch das Ohr des Roboters.
„Maria?“, ließ sich Mako vernehmen, der heute Protokoll führte. „Hör mal, hol mir mal ne Flasche Bier, sonst streike ich hier und schreibe nicht weiter.“ [12]
„Du spinnst wohl. Kein Alkohol bei den Versammlungen.“ Mako knurrte etwas von Spielverderbern und senkte dann wieder den Stift auf den Block vor ihm.
„Deine Frau hat übrigens angerufen, Dauphin!“, rief jemand und der Älteste wandte sich Mako zu. „Schreib es auf, ich beschäftige mich später damit!“ [13]
„Ich brauche mehr Details“, [13] gab der zurück. „Sonst vergisst sie wieder, warum sie anrief.“
„Also, ich glaube sie sagte etwas von-“
„Ich hab's!“, unterbrach in diesem Moment der euphorische Ausruf aus dem Inneren des Roboters das Gesagte.
„Vielen Dank, mein Freund!“, sagte Rasmus nun endlich auf Deutsch, während Velderfield aus seinem Ohr kroch. Die Anwesenden klatschten und Dauphins Frau war vergessen.
„Zurück zu Punkt 2 der Tagesordnung: Maria und Kane arbeiten ab heute als Team. Sie müssen also erneut den Schwur leisten.“
Jetzt wurde es still im Raum. Der Schwur war etwas Besonderes, er erforderte vollste Konzentration aller Mitglieder. Die Widerstandskämpfer stellten sich im Kreis um die Beiden herum, die jetzt auf jeweils einem von vier schwarzen Punkten standen. In dieser Gruppe verließ man sich auf die Entscheidung der Götter. Wenn die entschieden, dass das Team nicht zusammenkommen sollte, würde sich einer der Punkte auftun und das Loch würde denjenigen umgehend nach unten befördern, wo bereits die Bestie wartete.
„Bereit?“, flüsterte Maria und nahm Kanes Hand.
„Bereit wenn du es bist!“ [14]
„Ihr beide wollte eure Position als einzelne Verteidiger der alten Ordnung aufgeben, um von nun an gemeinsam als Team gegen die vorzugehen, die uns bedrohen. Schwört ihr alles in eurer Macht stehende zutun, um die alte Ordnung wieder herzustellen?“
„Wir schwören.“
„Schwört ihr, im Kampfe zueinander zu stehen und euch nicht im Stich zu lassen?“
„Wir schwören.“ Jetzt hieß es warten. Keines der Löcher tat sich auf.
„Dann seid ihr ab sofort ein Team. Willkommen Team MK!“
„Nächster Punkt auf der Tagesordnung“, unterbrach Tobias die gerührte Stille, „ist die Aussendung von Team LM ins feindliche Gebiet. Sie werden die Leute in den Schulen der Hauptstadt unterwandern und zu neuem Denken anregen. Also, zu altem Denken. Hoffentlich.“
„Seid ihr bereit, Team?“, fragte Dauphin und legte beiden noch einmal die Hand auf die Schultern.
„Wir sind bereit“, antworteten beide synchron. Li'l und Marin waren bereits seit sechs Monaten ein Team und hatten für die Aussendung lange trainiert. In dem Moment als beide sich der Tür zuwandten, löste sich Ama aus den Reihen, stürzte auf Li'l zu und umklammerte seinen Körper. Ama war die Mutter von L'il und mit seiner Aussendung ganz und gar nicht einverstanden.
„Ich komme wieder!“, [15] sagte der Blonde und verschwand dann endgültig mit Marin durch die Tür. Natürlich schob er die Schubkarre. Die alte Frau begann zu weinen, laut und herzzerreißend. Sie hatte bis zum Ende gehofft, die Aussendung abwenden zu können.
„Ignis, würdest du Ama für einen Moment nach draußen begleiten?“ Tobias wirkte an diesem Abend noch viel älter als sonst.
„Sicher“, sagte das Feuerkind, für welches Ama wie eine Mutter war. Ihre eigene war in den Flammen gestorben. Seit Ignis durch die Wüsten in die Außenbezirke gekommen war, hatte sich Ama rührend um sie gekümmert.
„Du bist mutiger als du meinst, stärker als du scheinst und klüger als du denkst“, [16] hatte sie ihr gesagt, als Ignis völlig ohne Selbstbewusstsein war. Ama hatte sie zu der starken, jungen Frau gemacht, die für ihre Heimat kämpfen wollte. Und Ignis zahlte ihr das zurück, wann immer sie konnte.
„Er muss nur ein Ping senden [17]“, beruhigte sie die Alte auf dem Weg nach draußen. „Sobald er uns braucht, werden wir da sein.“

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Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen. Teilt mir doch in den Kommentaren eure Meinung mit und vielleicht auch, ob etwas längerfristiges draus werden soll?! 

Küsschen,
eure Tia.

Sonntag, 1. März 2015

Pseudonyme

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen Autoren Pseudonyme verwenden möchten. Entweder weil sie damit freier schreiben können (schließlich will man ja nicht, dass Oma den eigenen Shades of Grey Roman liest xD) oder weil sie ihren Namen nicht mögen. Manche passen den Namen auch dem Genre an.
Wie auch immer. Ich suche jedenfalls seit einiger Zeit nach einem Pseudonym, da mein Name einfach zu häufig vorkommt, um auf einem Büchertisch herauszustechen. Und ich möchte doch bitte, dass die Leute sagen: "Jaja, von der hab ich schon mal gehört!" und nicht: "Hm, war dass die die ... nein, das war diese andere."
So weit so gut habe ich nun also Worte und Namen gesucht, die etwas mit mir persönlich zutun haben oder die die Lieblingsworte (oder Namen) von wichtigen Menschen in meinem Leben sind. Daraus habe ich eine Liste kreirt. JETZT seid ihr wieder dran. Links findet ihr einmal eine Abstimmung mit Nachnamen und eine mit Vornamen. Bitte wählt jeweils nur einen. Ich bin gespannt, was rauskommt.

Sonntag, 11. Januar 2015

Umfrage!!!!

Hallo :D

Ich weiß, dass Satzzeichen keine Rudeltiere sind, deshalb schon mal ein ganz großes SORRY für das in der Überschrift! Ich wollte eure Aufmerksamkeit, weil ich nämlich eure Hilfe brauche:
Wie einige von euch vielleicht schon wissen, brauche ich Zitate für Postkarten. Ich habe die Wahl jetzt auf ein paar eingegrenzt und nun dürft (müsst, sollt, BITTE! xD) ihr einmal darüber abstimmen, welches Zitat IHR auf einem Plakat, einem Poster oder einer Postkarte haben möchtet!
Da Facebook die Funktion "umfragen" entfernt hat, weichen wir hierfür auf meinen Blog aus. Die Umfrage findet ihr oben links in der Ecke :)

Vielen Dank für's mitmachen liebe Freunde!

eure Tia x


Dies ist die vierte Auswahlmöglichkeit, leider zu groß für die Umfrage:

„Die Katze ist nicht frei!“
Wenn ich jetzt daran zurückdenke, wundere ich mich ein bisschen. Die Katze war frei. Frei dorthin zu gehen wohin sie wollte. Sie trug ein Halsband, aber das zeigte ihr nur, dass sie ein Zuhause hatte, in welches sie nach Belieben zurückkehren konnte, es fesselte sie nicht. Die Katze war frei. Wir sind es nicht. Amelie verdreht die Tatsachen!


Dienstag, 21. Oktober 2014

Füllszenen - eine Ermutigung

Ich habe ganz oft das Problem, dass ich mir im Vorhinein denke "So eine Szene würde ich gern schreiben, aber sie bringt niemanden weiter" Dabei handelt es sich um Textabschnitte, die mir ein Gefühl vermitteln, aber in der Geschichte nicht wirklich etwas verändern. Ich denke in einem solchen Fall über sogenannte "Füllszenen" nach. Näheres dazu in diesem Post.

Was eine (gute) Geschichte ausmacht


Jede gute Geschichte ist spannend (oder zumindest so mitreißend, dass man sie nicht gähnend zur Seite legt), denn wenn man ein Buch schreibt, dann will man doch, dass die Menschen, die es lesen, es nicht aus der Hand legen können. Man will, dass sie gefesselt sind und 'dran bleiben.'
Dafür ist es wichtig, dass man auch mal Füllszenen einbaut, um dem konzentrierten Leserkopf ein wenig Entspannung zu geben.


Füllszenen - was ist das und wenn ja, wie viele?


Natürlich ist ein guter Spannungsbogen nie verkehrt, aber dies bedeutet nicht, dass sich eine spannende Szene an die andere reihen muss. Dadurch würde das Buch sehr anstrengend zu lesen, denn keiner kann sich alles merken. Der Leser wäre schnell überfordert und würde vielleicht etwwas wichtiges übersehen, was ihn zweihundert Seiten später dann verwirrt innehalten lässt. Außerdem könnte ich mir eine gewisse Verwirrung vorstellen, wenn man auszuselektieren versucht, was genau wichtig ist und was nicht. Füllszenen schaffen genau hier Abhilfe. Die Handlung wird hier nicht nennenswert vorangetrieben, die Protagonisten gehen vielleicht spazieren und reflektieren die Erlebnisse des letzten Kapitels oder schlafen. Natürlich sollte man sich vorher (oder spätestens beim Überarbeiten) überlegen, wann eine solche Szene Sinn macht, aber eigentlich passt es vom Gefühl her meistens ganz gut. Um das Ganze mal prozentual aufzusplitten, würde ich sagen, ein gutes Buch besteht (neben 100 anderen wichtigen Faktoren) aus 80% Story und 20% Füllszenen.
Hier ein Beispiel, wenn ihr noch nicht ganz verstanden habt, woran ihr eine Füllszene erkennen könnt.

Achtung, Füllszene. Konzentration kann abgeschaltet werden.

Franz erwischte das Taxi nur knapp, als er dann aber darin saß und die Wärme ihn einhüllte  konnte er sich etwas entspannen. Im Kopf durchlebte er die vorangegangenen Ereignisse noch einmal. Was hatte dieser Mann am Hauptbahnhof gemacht? Und war es reiner Zufall, dass er ihm so bekannt erschien? Sanft legte Lisa neben ihm ihre Hand auf sein Bein und er kam ein bisschen herunter. Er sollte sich nicht solche Gedanken machen. ... to be continued
Diese Szene reflektiert, was vorher passiert ist und erinnert den Leser so noch einmal daran. Die Fragen, welche Franz sich hier selbst stellt, kann der Leser für sich beantworten oder auch nicht. Wenn der Leser diese Szene nicht genau liest, würde es dem Verständnis für den Verlauf der Geschichte keinen Abbruch tun.

Jetzt gehts wieder wichtig weiter, KEINE Füllszene mehr!

Und dann sah er ihn. Der Mann stand, mit den Fingern schnippsend, am Wasserspender. Er trug eine dunkle Lederjacke und starrte ihn durchdringend an. Ob er tatsächlich ihn meinte? Franz vergaß die Leute um ihn herum völlig und bewegte sich rückwärts von diesem gruseligen Typ weg. Das hatte seine Folgen, denn er rannte prompt in jemanden hinein. 
Im Gegensatz zu der vorangegangenen Füllszene oben, ist diese Szene wieder wichtig, denn sie enthält Informationen, die den Fluss der Geschichte voranbringen. Wer zum Beispiel ist dieser Wasserspender-Kerl, vielleicht wird das später mal der Bruder seiner dann festen Freundin sein. Genauso der Mensch in den unser Beispielprotagonist hier hineinrennt: Zeigt er ihm den Weg eröffnet das völlig neue Möglichkeiten für die Geschichte an sich.

Ich schreibe einfach 100 Füllszenen und hab dann ein 500-Seiten-Buch


Dies ist k-(eine schlechte) Lösung, denn darum sollte es nicht gehen. Auch wenn das ziemlich gemein klingt, lässt es sich pauschal so ausdrücken: Wenn du nichts zu erzählen hast, dann lass es sein. Füllszenen machen NIE die Geschichte aus, sie unterstützen nur hier und da ein wenig und sei es auch nur, um den Protagonisten ein bisschen besser kennenzulernen. Meist weiß man als Autor selbst noch gar nicht, welche Szenen wichtig für den Verlauf der Geschichte werden und welche nur als Füllszene dienen, spätestens beim Überarbeiten am Ende wird einem dann aber klar, was man behält (sei es als Füllszene oder weil es wichtig ist) und was man mit Strg-D ganz schnell in den Papierkorb verschiebt.


kurzes Fazit über das viele Gequatsche


Zusammengefasst will ich damit nur sagen: Schreibt alles auf, was euch in den Kopf kommt, auch wenn es euch noch nicht wichtig erscheint. Es könnte die gesamte Geschichte in eine ganz neue Richtung lenken - und wenn nicht, dann nutzt ihr es einfach als Füllszene.


Also dann, auf gutes Schreiben
eure Tia :)

Mittwoch, 20. August 2014

Diabolik Lovers (Anime) ~ Kritik

Sprache: japanisch

Untertitel: deutsch


Titel: Diabolik Lovers

Anzahl: 12 Folgen á 15 Minuten

adaptiert von: Visual Novel

Genre: supernatural, romance, horror (?)

Charakter Design: Yuuko Yahiro

Musik: Yuuki Hayashi


Storyboard
Die 17-jährige Oberschülerin Yui Komori zieht - auf Wunsch ihres Vaters - in eine neue Stadt und dort in ein altes Herrenhaus. Sie trifft auf die fünf sadistischen Sakamaki-Halbbrüder, die dieses bewohnen und ihr von Anfang an klar machen, was Yui für sie ist: Ein Opfer. 


eigene Meinung
Ich habe wohl noch nie einen Anime gesehen, bei dem sich die Meinungen so klar gliedern! Gleich zu Beginn muss ich sagen: Ich habe das Spiel nicht gespielt und ich bin sicher, wenn ich es getan hätte und den Anime nur zur Ergänzung gesehen hätte, wäre meine Meinung vielleicht anders ausgefallen.

Aber beginnen wir am Anfang. Jede Folge beginnt mit einer großen goldenen Uhr, die mithilfe ihrer Zeiger die jeweilige Folge anzeigt. Das fand ich eine mal etwas andere und daher gute Idee, denn dies passt gut zu der alten Herrenhausstimmung, die hier vermittelt werden soll. Ist der Zeiger einmal ganz rum, endet der Anime.
Insgesamt ist es wohl relativ schwer, in eine Folge von nur 15 Minuten Spielzeit (mit Opening-theme und Abspann), viel Story und Spannung hinein zu packen. Im Gegensatz zu vielen Kritiken, die dies stark bemängeln, muss ich aber sagen, dass ich schon durchaus langweiligere Animes gesehen habe. Für die 12 Folgen á 15 Minuten fand ich die Geschichte gut aufgeteilt.

Nun zu den Charakteren: Insgesamt gibt es sechs Protagonisten (Yui und die Sakamaki-Brüder) und vier Nebencharaktere (die drei Mütter und den Onkel der fünf) und obwohl es nicht viele Folgen sind, lernt man - zumindest die Proti's - schon ziemlich gut kennen. Man bekommt durch Rückblenden immer wieder die Möglichkeit, die Handlungsweisen der Brüder zu verstehen und auch wenn sie einem nicht wirklich sympathisch sind, kann man ihre Beweggründe doch mehr oder weniger nachvollziehen, was ich bei einer Geschichte über Sadismus - der nur von einer Partei gewollt ist - überaus wichtig finde.

Über Yui dagegen erfährt man nicht sehr viel, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, sie sei mir fremd. Ich erachte sie als ziemlich einfach gestrickten Charakter, für den Rückblenden nicht unbedingt wichtig sind. Was mir allerdings gefehlt hat, ist eine Erklärung für die Sache mit ihrem Vater. Man bekommt Bröckchen hingeworfen, die aber nie aufgeklärt werden. Dafür hätte man sich meiner Meinung nach etwas mehr Zeit nehmen können. Allerdings ist es möglich, dass diese Fragen sich im Spiel klären, wie schon gesagt, bezieht sich diese Kritik ausschließlich auf den Anime und sollte eher die Leute ansprechen, die das Spiel nicht gespielt haben.
Yui an sich wirkt oft wie das Klischeé vom "dummen Blondchen" - rennt sie weg, fällt sie kurz darauf über ihre eigenen Füße. Hat sie die Chance zu fliehen, bleibt sie freiwillig. Und statt sich so oft es geht zu verstecken (wie ich es wohl tun würde, wenn fünf Vampire regelmäßig auf mein Blut aus wären) läuft sie ihnen auch noch naiv hinterher. Hört sie jemanden Piano spielen, steht sie kurz darauf im Zimmer. Sieht sie, wie einer der Brüder im zweiten Stock auf dem Balkongeländer mit den Beinen baumelt, versucht sie ihn vom vermeintlichen Selbstmord abzuhalten. Das finde ich alles nicht sonderlich nachvollziehbar, ich kann es mir nur so erklären, dass damit ihre Unschuld und Freundlichkeit zum Ausdruck gebracht werden soll, außerdem die Tatsache, dass sie sehr gläubig ist.

Den Zeichenstil empfinde ich ebenfalls als angenehm, auch wenn oft gesagt wird, er sei nicht genug ausgearbeitet. Er ist einfach, dabei jedoch keineswegs schlecht. Yui selbst ist mit ihrem rosa Pullöverchen sehr süß dargestellt (oh, da fällt mir ein: Weiterer Pluspunkt. Yui trägt einen Pullover und eine kurze - aber weite - Hose. Manchmal auch eine Leggins. Hat sie mal ein Kleid oder ein Nachthemd an, dann geht es immerhin meistens bis zu den Knien!)

Die Synchronstimmen finde ich unglaublich gut gewählt (ich beziehe mich hierbei auf die japanischen), da jeder den Charakter der gesprochenen Person sehr gut einzufangen vermag und die Stimmen trotzdem alle miteinander harmonieren. Das Zuhören ist sehr angenehm.
Mein Endfazit ist: Zeitverschwendung ist der Anime auf keinen Fall. Wenn man etwas sucht, das nicht so zeitaufwendig ist (was er mit seinen insgesamt 180 Minuten definitiv nicht ist) und wenn man nicht unbedingt darauf bedacht ist, dass jeder gerecht behandelt wird (in Filmen, nicht im echten Leben) dann ist 'diabolik Lovers' durchaus einen Blick wert. Dafür muss man, wie in vielen Kritiken erwähnt - nicht unbedingt masochistisch oder sadistisch veranlagt sein!

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